Inzwischen habe ich mir eine kleine Schmiede eingerichtet. Da ich keine eigene Werkstatt habe, habe ich mich in einem Kleinen Nebenraum in der Garage meiner Eltern eingerichtet.
Der Platz, den ich nutzen kann, ist recht begrenzt. Zur einen Hälfte nutze ich ihn, um an der Werkbank an meinen Messern zu arbeiten. Wenn ich schmieden möchte, trenne ich ihn in der Mitte mit einem Schweißvorhang, um umherspritzende Funken zu vermeiden. Um die austretende Hitze aus der Gasesse beim Schmieden aus dem Raum zu leiten, muss ich das einzige Fenster öffnen, das dann auch noch in die kleine Arbeitsfläche ragt, was den Bewegungsraum zusätzlich einschränkt. Außerdem werden noch jede Menge Werkzeuge und Gartengeräte in meiner Werkstatt gelagert.
Meine Ausrüstung ist dem Platzangebot angepasst und darum recht einfach gehalten und ohne jeden Schnickschnack.
Ich arbeite mit einer kleinen Gasesse, die ich selbst aus einer alten Gasflasche, Keramikdämmwolle und Hochofenzement zusammengebaut habe. Befeuert wird das Ganze über einen umgebauten Dachdeckerbrenner der mit Propangas betrieben wird. Diese Esse erreicht Temperaturen um 1400° C. Ich habe die Esse nicht lackiert, und auch keinen Deckel angebaut, da ich das nicht für nötig halte und das wieder etwas von meiner kostbaren Freizeit aufgebraucht hätte ;-)
Ein alter 200 Kg schwerer Amboss und ein paar Hämmer und Zangen machen die Grundausstattung aus. Die restlichen Werkzeuge wie Meißel, Aufweitdorne und Halterungen habe ich mir nach und nach selber hergestellt.
Um glühenden Stahl auf eine gleichmäßige Stärke auszuwalzen habe ich mir eine alte Goldschmiedewalze gekauft. Sie ist leider nur bis auf ca. 7mm parallel aufstellbar aber zum Messermachen für die letzte Bearbeitung ist sie ausreichend.
Neben diesem Schmiedewerkzeug sind nur wenige Maschinen im Einsatz.
Die wichtigste ist ein kleiner Bandschleifer von Elektra Beckum den ich etwas umgebaut und mit einem Frequenzumformer versehen habe, um die Drehzahl stufenlos regulieren zu können.
Eine Ständerbohrmaschine und ein Härteofen machen den Maschinenpark komplett. Gelegentlich verwende ich eine Flachschleifmaschine und eine Fräse, die aber nicht mir gehören.
Man sieht, auch mit relativ einfachen Mitteln lassen sich gute Ergebnisse erreichen.