Pflege:
Die von mir verarbeiteten Stähle sind alle nicht rostfrei. Das stellt aber kein Problem dar, wenn man einige Punkte beachtet:
- Kohlenstoffstähle und niedrig legierte Werkzeugstähle verfärben sich im Gebrauch, diese Verfärbung nennt man Patina. Sie schützt den Stahl auf natürliche Weise und ist absolut unbedenklich.
- Bei Kontakt mit säurehaltigen Lebensmitteln kann es zu Geruchsbildung kommen, was ebenfalls unbedenklich ist.
- Nach jedem Gebrauch muss die Klinge wenn nötig unter fließendem Wasser und mit Spülmittel gereinigt werden, dasselbe gilt für den Griff.
- Danach Griff und Klinge sauber abtrocknen.
- Niemals in das Spülbecken legen und schon gar nicht in die Geschirrspülmaschine, oder das Messer nass zum abtropfen ablegen. Das Griffholz würde sich mit der Zeit voll saugen und platzen, nicht rostfreie Messer würden Rost ansetzen.
- Nicht mit anderen Messern in die Besteckschublade legen, durch das zusammenstoßen mit anderen Messern wird die Schneide stumpf. Am besten wird es in einem Messerblock oder an einer Magnetleiste aufbewahrt.
- Als Schneidunterlage sollten nur weiche Holzbretter verwendet werden, nicht auf Tellern oder anderen harten Unterlagen schneiden, dadurch wird die Schneide schneller stumpf und es muss öfter nachgeschärft werden.
- Von Zeit zu Zeit ein Tropfen Öl auf die Klinge, gleiches gilt für alle Griffe. Dazu bieten sich alle Lebensmittelechten Öle an, die nicht verharzen (aushärten), z.B.: Ballistol oder Kamelienöl.
- Kamelienöl ist selbstentzündlich, Öl getränkte Lappen sollten nicht offen aufbewahrt werden. Entweder gleich entsorgen, ausgebreitet trocknen lassen oder in einem verschlossenen Glas aufbewahren.
- Auch das Fett von Lebensmitteln wie Speck oder Butter schützen vor Rost.
Bei Messern mit Scheiden ( z.B.: Jagdmesser):
- Pflegehinweise wie oben, sollte das Messer länger nicht benötigt werden, dieses außerhalb der Scheide aufbewahren.
- Messer nie in nassen Scheiden aufbewahren. Sollte die Scheide nass werden dann bei Zimmertemperatur trocknen lassen. Nicht über der Heizung oder anderen Wärmequellen trocknen, gleiches gilt auch für alle Messergriffe.
In unserer schnellebigen Gesellschaft in der fast alles automatisch erledigt wird und wir immer zu wenig Zeit haben, kann es recht entspannend sein, sich Zeit für eine nicht alltägliche Tätigkeit zu nehmen.
Eine Kleine Flasche Öl, ein Lappen und das Bewustsein, ein ganz besonderes Werkzeug zu besitzen und zu erhalten, kann sehr befriedigend sein. Gleiches gilt für das Schärfen mit dem Wasserstein.
Schärfen:
Meine Messer lassen sich recht einfach nachschärfen. Am besten geschieht das auf einem Bankstein. Das ist ein flacher Schleifstein, der mit Wasser getränkt wird.

Danach wird die Klinge über einem Stück Leder abgezogen.
Nicht geeignet sind alle schnell laufenden Schleifmaschinen wie Bandschleifer oder Schleifscheiben. Hier wird die Klinge punktuell so hoch erhitzt, das die Härte verloren geht.
Meine Messer sind Gebrauchsgegenstände und für den täglichen Einsatzt gemacht, jedoch sollte damit wirklich nur geschnitten und geschnitzt werden.
Hacken und hebeln können die Klinge beschädigen.
Natürliche Griffmaterialien wie Holz, Horn, Geweih, Elfenbein usw. kann je nach Feuchtigkeit arbeiten, das heißt, sie dehnen sich aus, wenn sie feucht werden und schrumpfen, wenn sie trocknen.
Dass kann zu Rissen führen, was nie ganz verhindert werden kann.
Wenn Sie diese Hinweise beachten, werden Sie lange Freude an Ihrem von Hand gefertigtem Messer haben und können es noch an Ihre Enkel weitergeben.